Kommentar von Bgm. Markus Windisch

Die Tugend des Teilens wieder modern machen: Güter teilen, Erfahrungen teilen, Wissen teilen, Freude und Leid teilen, gemeinsam leben!

Das ist der Anknüpfungspunkt zur Inwertsetzung von öffentlichen Flächen durch eine über das bisher bekannte Maß hinausgehende Erfahrungsmöglichkeit des gemeinsamen Guts. Das Neue braucht Mut, Vielfalt, Großzügigkeit und Gelassenheit, wie das alte übrigens auch. Die Dinge sind nun einmal im fließen. 

Was ist schön? Liegt die Schönheit im Zähmen der Natur, im Geradebiegen ihrer Asymmetrie? Ist es deren unbändige Wildheit? Ich meine beides. In beidem liegt eine Kunst, einmal die des Gestaltens, einmal die des Zulassens. Einzig, wenn die Kunst des Gestaltens mit Genmanipulation, Kunstdünger, Nahrungsmittelspekulationen zur Industrie-Natur verkommt, meine ich, geht etwas schief. Wer für Bienen, Schmetterlinge, Gesundes Essen und Gemeinwohl ist, ist auch für nicht industrialisierte Natur, egal ob im Wildnis-, im Zeilen- oder Hochbeetgarten. Das ist die 1. Essbare Gemeinde Übelbach. Sie wertet nicht, sie gibt nur insofern Beispiel, als Nachhaltigkeit vor der Haustür geschehen muss, sonst geschieht zu wenig.

 

Bürgermeister der 1. Essbaren Gemeinde Übelbach Ing. Markus Windisch